Die genaue Rezeptur unterscheidet sich je nach Hersteller und Produkt. Häufig enthalten Enthaarungsmittel Thioglykolate beziehungsweise Verbindungen der Thioglykolsäure. Zusammen mit einer alkalischen Formulierung wird die Struktur des Haarkeratins so geschwächt, dass sich die Haare von der Haut lösen lassen.
Warum kann die Haut reagieren?
Die Wirkstoffe sollen auf das Haar einwirken, können die Haut aber bei falscher oder zu langer Anwendung ebenfalls reizen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist deshalb auf die Gebrauchsanweisung, begrenzte Flächen und den zu vermeidenden Schleimhautkontakt hin.
Eine sichere Anwendung lässt sich nicht allein aus einer Zutatenliste ableiten. Produktkonzentration, pH-Wert, Körperstelle, Einwirkzeit und deine individuelle Haut spielen zusammen.
Was du praktisch beachten solltest
- INCI-Liste und Warnhinweise des konkreten Produkts lesen.
- Neue Produkte zunächst kleinflächig testen.
- Nicht auf verletzter, gereizter oder sonnenverbrannter Haut anwenden.
- Bei Brennen oder starker Rötung sofort gründlich abspülen.
- Die maximale Einwirkzeit niemals überschreiten.
Mehr dazu findest du in der Schritt-für-Schritt-Anleitung und im Ratgeber für den Intimbereich.
Häufige Fragen
Wirken alle Enthaarungscremes gleich?
Nein. Rezeptur, Konzentration, Einwirkzeit und Herstellerfreigaben können sich unterscheiden.
Kann die Rezeptur eine Unverträglichkeit auslösen?
Ja, Hautreizungen oder allergische Reaktionen sind möglich. Ein Patch-Test kann eine individuelle Reaktion sichtbar machen, schließt sie aber nicht sicher aus.
Warum darf die Creme nicht auf Schleimhäute?
Schleimhäute und sehr empfindliche Zonen reagieren anders als normale Haut. Verwende dort nur Produkte und nur die Bereiche, die ausdrücklich freigegeben sind.
